Die AKW-Projektgruppe Arheilgen-Kranichstein-Wixhausen hat die untenstehende Resolution zum Umbau aller unzureichend ausgebauten Straßenbahnhaltestellen im Darmstädter Norden an die Stadt Darmstadt und die HEAG-Mobilo geschickt.
Die "Interessenvertretung für ältere Menschen..."
unterstützt diese Resolution
Resolution für barrierefreie Straßenbahnausstiege in der City
Die nördlichen Darmstädter Stadtteile Arheilgen, Kranichstein und Wixhausen verfügen mit den Straßenbahnlinien 1, 4, 5, 6 und 8 über eine gute ÖPNV-Anbindung zum Zentrum der Stadt und zu vielen anderen Zielen. In Kranichstein sind die Haltestellen ausnahmslos mit Hochbordsteinen ausgebaut worden, so dass ein weitgehend barrierefreier Ein- und Ausstieg mit Rollstühlen, Rollatoren und Kinderwagen garantiert ist. Im alten Ortskern von Arheilgen sind alle 45 m langen Haltestellen immerhin ganz oder teilweise mit Hochbordsteinen ausgestattet.
Anders sieht es auf der Fahrt ins Zentrum Darmstadts aus. Die letzte barrierefrei ausgebaute Haltestelle der Linien 1, 6 und 8 befindet sich bei der Firma Merck, danach erst wieder an der Rhein-Neckarstraße. Aus Kranichstein kommend kann man noch an der Haltestelle Waldspirale barrierefrei aussteigen, danach existiert erst wieder am Schloss nur für die Linie 5 eine citynahe Hochbordhaltestelle.
Die Projektgruppe Arheilgen/Kranichstein/Wixhausen (AKW) fordert zusammen mit den untenstehenden Stadtteilorganisationen eine möglichst schnelle Beseitigung dieses seit Jahren unhaltbaren und gesetzwidrigen Zustands. In §8 Abs. 3 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) ist festgelegt, dass ein barrierefreier Ausbau von Haltestellen des ÖPNV bis zum 1. Januar .2022 hätte vollzogen sein müssen, es sei denn im Nahverkehrsplan der jeweiligen Lokalen Nahverkehrsorganisation (LNO) ist die Ausnahme von der Verpflichtung geregelt. Dies ist beim Nahverkehrsplan der Darmstadt-Dieburger-Nahverkehrsorganisation (DADINA) nicht der Fall. Da ein Umbau des Luisenplatzes als zentraler Umsteigepunkt wegen seiner gesamtstädtischen bürgerschaftlichen Bedeutung kaum Aussicht auf eine Genehmigung haben dürfte (Topografie-, Denkmalschutz- und Nutzungsprobleme) muss endlich ein zügiger barrierefreier Umbau der nördlichen Straßenbahnhaltestellen stattfinden.
Als erstes Umbauprojekt wünschen die Unterzeichner die Erhöhung und Verbreiterung der bestehenden Haltestelle Rhönring. Dadurch wäre ein barrierefreier Umstieg zwischen den Straßenbahnlinien 1, 4, 5, 6 und 8 möglich, sodass aus allen nördlichen Stadtteilen die Haltestelle Schloss für einen komfortablen Aus- und Einstieg in der City erreichbar wird. Seit vielen Jahren wird die Sanierung und der Umbau der Trassen in der Bismarckstraße, am Willy-Brandt-Platz und dem nördlichen Abschnitt der Frankfurter Straße im Rahmen des DAVIA-Projektes verschleppt. Hier ist der barrierefreie Umbau der Haltestelle Willy-Brandt-Platz vordringlich. Mit gleicher Priorität muss die Haltestelle Pallaswiesenstraße ebenfalls barrierefrei ausgebaut werden. Eine GVFG-Förderung im Rahmen des DAVIA-Gesamtprojektes ist unseres Wissens schon seit mehreren Jahren bewilligt. Völlig unzureichend ist die Situation am Nordbahnhof. Hier fehlen die beiden seit 15 Jahren geplanten Aufzüge zwischen der Brückenfahrbahn und den sanierten Bahnsteigen. Auch hier muss die Straßenbahn- und Bushaltestelle mit Hochbordsteinen neu gebaut werden.
Die Planungsgruppe AKW und die unten aufgeführten Organisationen erwarten vom Magistrat/Mobilitätsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der DADINA verbindliche Zusagen über den Planungszeitraum und die Fertigstellung aller oben genannten Haltestellen.
Diese Resolution wird unterstützt von:
• Interessengemeinschaft Arheilger Bürger (IGAB)
• Förderverein und Stadtteilrunde Kranichstein
• Ortsbeirat Wixhausen
• Gewerbeverein Arheilgen
• Gewerbeverein Kranichstein
• Interessenvertretung für ältere Menschen
der Wissenschaftsstadt Darmstadt
• DADINA Fahrgastbeirat
• Fuß e.V.