Verschiedentlich haben die Interessenvertretung die Beschwerden älterer bzw. körperlich eingeschränkter Bürgerinnen oder  Bürger erreicht, dass die Fahrweise der öffentlichen Verkehrsmittel in Darmstadt gefährliche Situation provoziert. Dazu kommen teilweise unzureichende Ausstattungen von Haltestellen. Wir haben das zum Anlass genommen, den nachstehenden Brief an die Geschäftsführung von HEAG-Mobilo zu schreiben:

An

HEAG mobilo GmbH 
Klappacher Straße 172 
64285 Darmstadt 

Darmstadt den 19. April 2026

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hinsichtlich der praktischen Ausgestaltung des Bus- und Straßenbahnverkehrs in Darmstadt erreichen uns sowohl von Mitgliedern der 'Interessenvertretung für ältere Menschen…', als auch von anderen älteren oder mobilitäts- oder sinneseingeschränkten NutzerInnen des Darmstädter ÖPNVs, immer wieder Beschwerden zum Fahrverhalten von FahrerInnen. Es geht dabei nicht um verkehrssituationsbedingtes Verhalten, sondern um das normale Fahrverhalten, sowie um weitere Hemmnisse. Nachfolgend haben wir diese Punkte aufgelistet:

Bus

- starke Beschleunigung, abrupte Verlangsamung, starkes Bremsen

- ruckelige Fahrweise, schnelles Kurvenfahren

- Nicht-Betätigung der Absenkeinrichtung bei nicht vorhandenem oder niedrigem Gehweg

- zu späte Betätigung (während oder nach Einsteigen) oder zu frühe Rückführung (während Ein-
  oder Aussteigen) der Absenkeinrichtung

- Nicht-Heranfahren an den Bordstein bei Haltestellen

- zu kurze automatische Türöffnungszeit

Straßenbahn

Die beiden erstgenannten Spiegelstriche der zu Bus genannten Punkte treffen gleichermaßen auf Straßenbahn zu. Desweiteren:

- Rollstuhlschienen in den neuen TINAs sind in der Handhabung umständlich (u. a. nur durch Fah
  rer) und nicht für alle Rollstühle geeignet.

Haltestellen

Viele Haltestellen sind nicht barrierefrei (kein Hochbord, kein ebenerdiger Zugang, zu geringe Breite für Rollstühle). Oft sind Haltestellen nicht breit genug damit Rollstuhlschienen ausgeklappt werden können und RollstuhlfahrerInnen ausreichend Platz haben, um auf diese Schienen/Rampe auffahren zu können. Zusätzlich wird dies an einigen Haltestellen dadurch erschwert, dass vor dem Türbereich auf der Haltestelle Einbauten (z.B. Stromkästen, Fahrscheinautomaten etc.) platziert sind.

Anzeigen

Es gibt es sehr häufig Ausfälle oder nicht vorhandene Aktualität der optischen Anzeigen in den Fahrzeugen und an den Haltestellen. Bei schlechtem Wetter oder Sonneneinstrahlung sind die optischen Anzeigen an den Haltestellen schlecht oder gar nicht zu lesen.

Ältere, mobilitäts-/sinneseingeschränkte, vulnerable Menschen haben spezielle Anforderungen an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und somit z. B. auch an eine angepasste Fahrweise die sie nicht gefährdet (z.B. durch Sturz).

Wir hoffen, dass die aufgeführten Punkte, die von den FahrerInnen beeinflusst werden können, durch entsprechende interne Schulung durch HEAG Mobilo sich deutlich verbessern. Gleichfalls hoffen wir, dass die übrigen beschriebenen Mängel zügig guten Lösungen zugeführt werden.

Gerne stehen wir Ihnen auch zu einem Gespräch zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen

                      Gerhard Abendschein                                       Detlef Rehfeld

      Vorsitzender                                   IV-AK Mobilität, Stadtplanung